Aufstieg und Fall

Zwei Mal auf dem Sprung in die Bezirksliga

 

Nach dem Abstieg 1967 und dem postwendenden Wiederaufstieg 1968 sollte der Verein in den nächsten beiden Jahren seine bisherigen sportlichen Höhepunkte erleben. In der Saison 1968/69 sorgte ein junges, begeisterungsfähiges FCI-Team für Furore in der A-Klasse und brachte dabei deren alte „Hackordnung“ gehörig durcheinander. Am letzten Spieltag führte es die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung an, bevor es zum alles entscheidenden Spiel bei den Kemptener „Eisenbahnern“ des SV 29 ging. Trotz frenetischer Unterstützung durch eine davor und danach nie mehr in dieser Zahl versammelten Fankolonie unterlag man sehr unglücklich mit 0:1 und musste dem BSC Memmingen Meisterehre und Aufstiegsplatz überlassen.

 

Auch im nächsten Spieljahr lieferte man sich ein bis zum Schluss packendes Kopf-an-Kopf-Rennen, dieses Mal mit dem TSV Durach. Und auch in diesem Duell hatte der FCI schlussendlich wieder das Nachsehen. Jedoch eröffnete sich dieses Mal noch eine zweite Chance: Ein zusätzlich frei gewordener Platz in der Bezirksliga musste in einer Qualifikationsrunde der drei A-Klassen-Zweiten ausgespielt werden. Die erste Hürde wurde durch einen Sieg über den Post-SV Augsburg noch übersprungen, aber im Finalspiel musste man sich schließlich dem nordschwäbischen SSV Höchstädt beugen. Hartnäckig hält sich bis heute das Gerücht, dass diese Niederlagen die Keimzellen jener unseligen „Seuche“ in sich trugen, die bis heute FCI-Mannschaften in Entscheidungsspielen (fast) regelmäßig hinwegrafft…

 

Alltagsroutine und Abstiegskämpfe

 

In den darauf folgenden Jahren konnte man nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen, vielmehr geisterte schon das eine oder andere Mal das Abstiegsgespenst durch die grünweißen Gefilde. Erst Ende der Siebziger Jahre schnupperte man noch einmal Höhenluft, scheiterte aber – wie gehabt – am Ende doch noch: zum einen am übermächtigen Bezirksliga-Absteiger TSV Sonthofen auf dessen schnurgeraden Weg zurück ins schwäbische Oberhaus, in anderen Fällen an fehlender Konstanz und mangelndem Stehvermögen in der Endphase. Aus der Lethargie des alltäglich gewordenen A-Klassen-Daseins wurde man jäh geschreckt, als in den Jahren 1981 und 1982 buchstäblich erst in allerletzter Minute gerade noch der Kopf aus der Abstiegsschlinge gezogen werden konnte. Im dritten „Anlauf“ hintereinander „klappte“ es dann doch noch mit dem Abstieg! Erst im vierten Jahr, 1987, gelang endlich die Rükkehr, aber nur für zwei Saisons.

 

Der Abstieg 1989 vollzog sich dabei unter tragischen Begleitumständen: Mit ausgeglichenem Punkteverhältnis auf einem scheinbar gesicherten Mittelfeldplatz liegend musste man aufgrund einer verrückten Tabellenkonstellation völlig unerwartet doch noch Platzierungs- und Entscheidungsspiele um den Klassenverbleib bestreiten – die man prompt allesamt verlor!

 

Schlimmer ging´s nimmer: Zweimal C-Klasse

 

Doch die schwärzeste Stunde stand noch bevor: 1992 trat der Allgäuer Fußballpionier und Traditionsverein aus der ehemals reichsgräflichen Residenzstadt Immenstadt als Tabellenletzter (!) der für ihn ohnehin schon blamablen B-Klasse gar den für unmöglich gehaltenen schmachvollen Gang in die absoluten Niederungen der C-Klasse an, begleitet von Hohn und Spott der Konkurrenz und schadenfroh empfangen von den beiden dort bereits kickenden Ortsrivalen der „Sportstadt“(!) Immenstadt, Türk Gücü und SV 77.

 

Zwar dauerte dieses traurige Kapitel nur ein Jahr, aber für den damals desolaten Zustand sprach es Bände, dass man nach dem Wiederaufstieg um ein Haar gleich wieder zu Absteigern gehört hätte und auch in den folgenden Jahren die vorderen Plätze unerreicht blieben. Ganz im Gegenteil: 1998 hatte man erneut die Schmach des Abstiegs zu erleiden und dieses Mal brauchte es sogar drei Jahre, um den Wiederaufstieg zu schaffen.

 

„Unternehmen Aufstieg“: Nach erster Etappe nur unterbrochen?

 

In der neuen Spielklasse – zwischenzeitlich in „Kreisklasse“ umgetauft – konnte man zwar eine gute Rolle spielen, aber der angestrebte absolute Spitzenplatz schien unter den bestehenden Verhältnissen nicht realisierbar. Da bedurfte es schon eines besonderen Kraftakts unter Anwerbung auswärtiger Verstärkungsspieler, um das von der Clubführung machtvoll angekurbelte „Unternehmen Aufstieg“ im Jahre 2004 endlich zu einem ersten Erfolg zu bringen. Die jungen Heißsporne aus dem eigenen Nachwuchs und die angeworbenen abgeklärten „Legionäre“ bildeten eine gelungene Mischung und präsentierten auch im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Kreisliga (ehedem A-Klasse) einen ebenso erfolgreichen wie attraktiven Fußball.

 

Doch das zarte Pflänzchen “Hoffnung auf mehr“ verdörrte bereits im zweiten Jahr wieder als die

Mannschaft durch verletzungsbedingte Ausfälle und Abwanderungen von Spielern in

Schlüsselpositionen geschwächt wurde und man sich unversehens im Abstiegskampf befand. Einem

starken Aufwärtstrend in den Spielzeiten 2010 bis 2013 folgte in der Saison 2014/2015 ein

bewegendes Spieljahr. Wurde der FCI nach der Vorrunde von vielen Wettbewerbern schon

abgeschrieben konnte man sich letztlich nach einer sensationellen Rückrunde doch noch den

Verbleib in der Kreisliga sichern.